Meschede kann mehr

Ärger nach dem Fehlstart

Martin Nonnweiler

Martin Nonnweiler

Leserbrief von Martin Nonnweiler zum Artikel aus der WP/WR Lokalausgabe Meschede vom 31. Oktober 2009.

Wann endlich findet sich jemand um Herrn Plänker von der FDP zu erklären, dass es in Kommunalparlamenten weder „Regierungen“ noch „Oppositionen“ gibt?

Das sind politische Grundkenntnisse, die ich als Bürger von meinen Ratsmitgliedern doch mindestens erwarten darf. Waren seine diesbezüglichen Statements unmittelbar nach der Wahl noch amüsant, diffamieren sie mittlerweile die gesamte Ratsarbeit und sind nur noch peinlich.

Herr Plänker hat mit seinem veröffentlichten Ärger über den „Fehlstart“ sich und die FDP entlarvt, sie wollen keine Debatten in den Ausschuss- und Ratssitzungen in denen die Kraft des Argumentes obsiegt, sie wollen vorab in irgendwelchen Zirkeln getroffene „Absprachen“ durchwinken.
Die Freude darüber, dass in einem „sechs-Parteien-Rat“ ohne Mehrheitsfraktion Debatten wieder möglich sind und zu einzelnen Themen auch wechselnde Entscheidungsmehrheiten zu erwarten sind, ist damit schnell verflogen.

Bleibt die Hoffnung, dass sich mehr Ratsmitglieder wie Herr Schmitt aus Remblinghausen ihre Souveränität bewahren, erst alle Argumente, auch die der im Wettbewerb stehenden Ratsmitglieder zu werten, um dann zu entscheiden.

Wie kommt Herr Plänker überhaupt auf die fixe Idee, die Wähler hätten die absolute Mehrheit der CDU abgewählt, um ausgerechnet die FDP in einer „Koalition“(??) als Mehrheitsbeschaffer zu etablieren?

Die Bürgerinnen erwarten zu recht öffentliche Debatten und sachorientierte Entscheidungen und kein abstruses Parteiengeschacher hinter verschlossenen Türen.

02. November 2009 – 8:05 Uhr Ortsverein Heinrichsthal-Wehrstapel
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