Meschede kann mehr

Erhöhtes Unfallrisiko durch den geplanten Umbau am Bahnhof Freienohl befürchtet

Die SPD Freienohl fordert die Verwaltung auf Verhandlungen, im Zuge des Umbau des Bahnhofs Freienohl für eine Zuwegung in Höhe des Busbahnhofs, zu führen.

Hintergrund:

In der letzten Bezirksauschusssitzung hatten Vertreter der Deutschen Bahn AG Planungsentwürfe für eine Bahnhofsneugestaltung in Freienohl vorgestellt.

Hier ist der ausschließliche Zugang zu den Bahnsteigen vom Bahnübergang an der Freienohler Straße aus geplant. Die Freienohler SPD hält es für falsch, keinen direkten Zugang aus Richtung Busbahnhof zum Bahnsteig in Fahrtrichtung Meschede, bauen zu wollen. Der Umweg über den Bahnbahnübergang ist vom Busbahnhof und für Reisende aus Richtung Freienohl Ort viel zu lang und umständlich.

Daher stellt die SPD folgenden Antrag im Rat der Stadt Meschede:

Der Rat der Stadt Meschede beauftragt die Verwaltung mit den entsprechenden bauausführenden Betriebsteilen der Deutschen Bahn AG Verhandlungen zum geplanten Umbau des Bahnhofs Freienohl aufzunehmen, um zu erreichen, dass neben dem barrierefreien Zugang zu den Bahnsteigen vom Bahnübergang „Freienohler Straße“ zusätzlich oder ersatzweise eine Zuwegung zum Bahnsteig 2 (Ruhrseite) als Über- oder Unterführung in Höhe des Busbahnhofs eingerichtet wird.

Zur Begründung schreibt die SPD:

Der Bahnhof Freienohl ist mit seinen Bahnsteigzuwegungen zu den Bahnsteigen 1 und 2 trotz verschiedener Um- und Neubauten, immer ein Bahnhof mit dem Hauptzugang aus Richtung Olperstraße/Busbahnhof gewesen. Mit seinen hohen Anteil an Schülerverkehr wurde auch insbesondere die Umsteigesituation zwischen Bus und Schienenverkehr bei der Neugestaltung des Busbahnhof Freienohl berücksichtigt.

Die jetzt geplante ausschließliche Zuwegung entspricht in keinster Weise den örtlichen Gegebenheiten, noch den Hauptreisendenbewegungen, die sich aus Richtung Busbahnhof, aus Richtung Freienohl-Ort und von der Park- & Ride-Anlage auf die Bahnsteige zu bewegen.

Eine Erschließung des Bahnsteig 2 aus Richtung Bahnübergang „Freienohler Straße“ darf daher nur zusätzlich und bei einer Querungslösung in Höhe des Busbahnhofs in Frage kommen.

Ziel muss es sein, so Ratsmitglied Jürgen Lipke, die geplante Verbesserung der Anbindung für Reisende aus Richtung Olpe/Plastenberg zu erreichen und die Anbindung für die Reisenden aus Richtung Busbahnhof/Freienohl-Ort nicht zu verschlechtern.

Durch die geplante Neuausrichtung der Bahnsteigzugänge wird es zwangsläufig zum unerlaubten Zugang zum Bahnsteig 2 durch die Betriebsgleise von Bahnreisenden und somit eine erheblichen Gefährdungspotential kommen. Bereits heute kürzen Bahreisende, die fußläufig aus Richtung Freienohl-Ort den Bahnhof erreichen wollen, ihren Weg ab, in dem sie frühzeitig den Bahnsteig 1 über einen „Trampelpfad“ betreten.

Jürgen Lipke erläutert, dass die Bahnnutzer leider nicht immer die Wege nehmen, die die Bahn gerne hätte, sondern gerne die kürzesten Wege suchen. Leider, so zeigt es die Erfahrung, kommt hier immer wieder zu tragischen Unfällen. Den unbefugten Zugang zum Bahnsteig 2 zukünftig unterbinden zu wollen, würde bedeuten den Bereich zwischen den Gleisen bis in Höher der Mühlenbergbrücke einzuzäunen. Hier dürften allerdings betriebliche Gründe entgegen stehen.

10. September 2012 – 22:14 Uhr Ortsverein Freienohl Ratsfraktion
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