Meschede kann mehr

Freie Schulbezirke: „Gemischte Gefühle“

Bisher müssen Kinder in der Regel da zur Grundschule gehen, wo sie wohnen. Künftig könnte das anders sein. In der nordrhein-westfälischen Landesregierung gibt es Überlegungen, die Eltern frei entscheiden zu lassen, welche Grundschule ihre Kinder besuchen sollen. Die heimische SPD-Fraktion sieht Nachteile in einer solchen Regelung – der Anlass für eine Resolution im Stadtrat. Am Ende stimmte aber eine knappe Mehrheit gegen das Papier.

ach Ansicht der SPD würden vor allem kleine Grundschulen durch eine solche Regelung bedroht. Ein zusätzliches Ausbleiben von Kindern würde in den Dörfern zu vorzeitigen Schulschließungen führen. Auch widerspreche die Regelung „der Idee der sozialen Integration“.

Auch aus der CDU gab es Stimmen, die eine Auflösung der Schulbezirke „mit gemischten Gefühlen“ sehen. Für eine Resolution seien aber noch zu wenig Einzelheiten bekannt, sagte Ferdi Lenze (CDU). Marlies Hoheisel (FDP) zitierte mit Edgar Moron, dem Vizepräsidenten des Landtags, einen SPD-Mann, der selbst mehr Wettbewerb unter den Schulen geforderte habe.

Quelle: Westfalenpost, Lokalausgabe Meschede, 16.12.2005

16. Dezember 2005 – 9:18 Uhr Ratsfraktion
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