Meschede kann mehr

Für eine unbequeme Wahrheit braucht es Mut zur Umsetzung

Siegfried Lumme

Siegfried Lumme

Stellungnahme der SPD-Fraktion zum Strategiekonzept Stadthalle Meschede

Es gilt das gesprochene Wort.

Herr Bürgermeister, meine Damen und Herren,

bereits am 26.10.2006 hat sich der Rat mit der Weiterführung der Stadthalle Meschede befasst. Zur Erinnerung: Die SPD Fraktion hatte in ihrem Antrag die Übergabe der Stadthalle an einen Trägerverein gefordert. Ist dies nicht möglich wird die Stadthalle geschlossen und wenn möglich verkauft.

Die Mehrheit des Rates hat seinerzeit die Schließung abgelehnt.
Wir fragen uns, warum nun diese Untersuchung durch einen Unternehmensberater.

Herr Altenburg kam im Grunde nur zu den gleichen Erkenntnissen wie sie auch dem Antrag der SPD Fraktion beigelegt waren. Zum Teil sind die Formulierungen deckungsgleich.

Diese Beratung durch Externe war für die Mitglieder der SPD nicht notwendig, sie hat aber unsere Argumente untermauert.

Sie, meine Damen und Herren, müssen, wenn sie Änderungen wollen, Ihr Abstimmungsverhalten überdenken: Wie gehe ich mit dem Restvermögen der Stadt verantwortlich um?

In diesem Zusammenhang weise ich auf das quälende Verfahren beim Übergang der Musikschule zum HSK hin. Erst Jahre nachdem die SPD den Antrag dazu gestellt hatte sind sie uns gefolgt.
Seitdem sind erhebliche Einsparungen erfolgt ohne dass die Musikausbildung unserer Kinder gelitten hätte.

Mit einer Schließung der Stadthalle ist der Kulturbetrieb nicht am Ende. Es steht lediglich ein Veranstaltungsort nicht mehr zur Verfügung. Ein Teil der Einsparungen könnte zur Angebotserweiterung genutzt werden.

Gestern hat Herr Professor Bechtloff im Haupt- und Finanzausschuss das Konzept „Markes Haus“ vorgelegt. Nach Beendigung aller Maßnahmen wird sich im Ortsteil Eversberg ein neues Kulturzentrum entwickeln. Unter anderem ist ein Saal mit 120 Sitzplätzen mit dem Schwerpunkt Musik und Theater vorgesehen.

Dies ist ein weiterer Grund die Stadthalle kritisch zu überdenken.
Wenn der Wille vorhanden ist, lassen sich Möglichkeiten des Kulturbetriebs in verfügbaren Hallen finden. Angebote hat es in der Vergangenheit gegeben.

Die Schlussfolgerung des Unternehmensberaters, nach Schließung der Stadthalle größere Veranstaltungen in fremden Städten durchzuführen, können wir nicht nachvollziehen. Für die SPD Fraktion ist es unvorstellbar aus städtischen Mitteln das Kulturangebot z.B. in Bad Sassendorf zu erweitern.

Heute hat der Bürgermeister den Haushalt 2009 eingebracht. Das strukturelle Defizit hat sich erneut verschärft.

Für eine unbequeme Wahrheit braucht es Mut zur Umsetzung. Diesen Mut wünsche ich den Damen und Herren des Rates.

Besten Dank!

Siegfried Lumme

11. Dezember 2008 – 18:17 Uhr Ratsfraktion
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