Meschede kann mehr

Jusos fordern Verkauf der Stadthalle

Die Mescheder Jusos lehnen das geplante Kulturkonzept ab. Nach Ansicht der Jungsozialisten steht das Kulturkonzept exemplarisch für das völlig willkürliche Sparverhalten der Stadt Meschede.

Rückblick: Im Frühjahr 2006 beschließt der Rat in der sogenannten Sportförderrichtlinie finanzielle Einschnitte zu Lasten der Sportvereine. Allgemeine Begründung: Meschede muss sparen, auch der Sport hat daran seinen Anteil zu leisten. Die SPD-Fraktion stimmt dem Haushalt zu – unter Vorbehalt: Kultur und Sport müssen gleichbehandelt werden. Daher stellt die SPD-Fraktion einen Antrag zum Verkauf der hochdefizitären Mescheder Stadthalle.

Die Realität heute sieht jedoch anders aus: Nur wenige Monate nachdem die schmerzhaften Kürzungen für die Sportvereine beschlossen wurden, ist von dem Sparwillen offenbar nicht viel übrig geblieben. Der Verkauf der Stadthalle ist vom Tisch. Stattdessen soll jetzt ein zweifelhaftes Konzept Einsparungen im
Kulturbereich suggerieren.

Tatsächlich aber laufen die enormen Kosten für die Stadthalle weiter, die Zuschüsse für die beiden Kulturvereine werden gekürzt und auf eine „dritte Säule“ umverteilt. Die „Verwaltungskosten“ für die Kultur in Meschede bleiben damit auf hohem Niveau. Der Kultur bringt das nichts; gespart wird auch nicht. Ein Paradebeispiel für die verfehlte Finanzpolitik der Stadt Meschede. Die Betroffenen im
Sportbereich müssen nun allein Einsparungen hinnehmen und fühlen sich betrogen – zu Recht.

Meschede muss sparen – keine Frage. Aber nicht nur zu Lasten der Sportvereine. Auch bei der Kultur muss jetzt ein Zeichen gesetzt werden. Die Stadthalle darf dabei keine „heilige Kuh“ sein. Nur um Klarheit zu schaffen: Weder den Jusos noch der SPD geht es darum, das kulturelle Angebot in Meschede zu beschneiden. Aber kulturelle Veranstaltungen in Meschede sind nicht abhängig von der Stadthalle. Im Gegenteil: Potenzielle Veranstaltungsorte gibt es im Stadtgebiet genug, und die durch eine Veräußerung der Stadthalle erzielten Einsparungen könnten zum Teil den Aktiven von Kulturring und WKM zu Gute kommen – für mehr Kultur.

Mehr zu dem Thema auf www.jusos-meschede.de

27. Oktober 2006 – 13:03 Uhr Jusos
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