Meschede kann mehr

Jusos: „Meschede hat kein Geld für ein weiteres Rathaus“

Die Mescheder Jusos lehnen die Pläne eines Umzugs von Teilen der Stadtverwaltung ins Stiftscenter ab. Daß die Verwaltung bereits Zeichnungen ausgearbeitet hat, ohne die Finanzierung zu klären, stößt bei den Jusos auf Unverständnis.

„Die Gesamtkosten werden weit mehr als eine halbe Million DM betragen. Geld, das die Stadt zur Zeit einfach nicht hat“, so Ratskandidat Andreas Schmitz.
Durch das Haushaltssicherungskonzept ist es der Stadt Meschede nur erlaubt die nötigsten Ausgaben zu tätigen. Während im sozialen Bereich die Aufwendungen gekürzt werden, schafft sich die Verwaltung ein teures, zusätzliches Rathaus.

Geschäftsführer Arno Klein: „Was würde man in Meschede wohl sagen, wenn sich eine überschuldete Familie plötzlich eine Zweitwohnung mieten würde?“

Für die Jusos ist klar, daß erst einmal die Finanzen der Stadt geordnet werden müssen, bevor neue, teure Visionen umgesetzt werden können.

Meschede hat fast 100 Mio. DM Schulden erwirtschaftet und plant immer neue Projekte, die die Rückstände ständig weiter in die Höhe treiben, so die Jusos. Offensichtlich wird vergessen, daß die nächste Generation für diese Schulden aufkommen muß und ihr somit Entwicklungschancen genommen werden.
Daß die CDU in ihrem Wahlprogramm den Verwaltungsumzug unterstützt, jedoch ebenfalls keine Finanzierungsmöglichkeiten nennt, läßt deutlich werden, daß weder die Verwaltung noch die CDU erkannt haben, daß auch in Meschede umgedacht werden muß.

Für die Jusos ist klar, daß die Stadt genauso wie jede Familie haushalten muß. Wenn nur hohe Schulden vorhanden sind, kann das (Rat-)Haus nicht vergrößert werden.

13. Juli 1999 – 16:20 Uhr Jusos
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