Meschede kann mehr

Jusos: „Verschuldung abbauen“

In ihrer letzten Vorstandssitzung diskutierten die Jusos über die marode Finanzsituation der Stadt. Ratskandidat Andreas Schmitz: „Wir können nur dann planen und gestalten, wenn die Schulden abgebaut werden.“

Arno Klein: „Durch die Mißwirtschaft der letzten Jahre ist Meschede quasi handlungsunfähig.“ Die Probleme seien hausgemacht, so die Jusos.

In Schmallenberg werde aus eigenen Mitteln ein Schwimmbad gebaut und in Eslohe kann die Gemeinde in diesem Jahr erneut vier Millionen Mark auf die hohe Kante legen. In Meschede jedoch werden trotz Wiederbesetzungssperre Schwangerschaftsvertretungen unbefristet eingestellt. „Wenn dann die Mutter wiederkommt, ist die Stelle plötzlich doppelt besetzt.“, so Ratskandidatin Münevver Gülsever.

Weiterhin kritisierten die Jusos „unsinnige Pläne der Verwaltung, wie zum Beispiel das dynamische Parkleitsystem mit Folgekosten von 100.000 DM jährlich. „Einer solchen Geldverschwendung muß man angesichts eines Haushaltsloches von 14,5 Mio. DM in diesem Jahr Einhalt gebieten“, fordert Schmitz.

Über die Versprechungen des CDU-Bürgermeisterkandidaten Hans-Ulrich Hess meinte Klein: „Herr Hess redet in seiner Hochglanzbroschüre über die Entwicklung der Kernstadt und der Dörfer, hat aber keine Vorstellungen davon, wie er das alles finanzieren will, angesichts eines Schuldenstandes von über 100 Mio. DM. Das ist doch alles nur Wahlkampfgerede. Erst einmal muß Herr Hess erklären, wie er die Finanzen der Stadt in Ordnung bringen möchte. Hierfür hat er keine Ideen.“

16. Mai 1999 – 21:25 Uhr Jusos
Seitenanfang