Meschede kann mehr

Jusos zu Besuch im AKI

Die Mescheder Jusos besuchten in der vergangenen Woche das Kinder- und Jugendzentrum AKI in der Gartenstadt. Sozialpädagogin Mirjam Schindler und Sozialarbeiter Jörg Meißner stellten die Arbeit ihres Teams vor. Das zentrale Gesprächsthema war die soziale Situation der Kinder und Jugendlichen im Mescheder Norden.

„Viele Familien erleben hier soziale Benachteiligungen, die besonders deren Kinder treffen“, sagt Mirjam Schindler. Mit seinen aufregenden Projekten und vielfältigen Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung spielt der AKI eine wichtige Rolle im Stadtteil.

Leider können mit diesen Angeboten nicht alle Kids erreicht werden. „Im Bereich Rosen- und Nelkenstraße entwickeln sich Dinge, die uns echte Sorgen bereiten“, berichtet Jörg Meißner. Im Rahmen der Ordnungspartnerschaft für Meschede-Nord wurde bereits ein Konzept für einen Streetworker in diesem Gebiet erstellt. Eine zum Anforderungsprofil (männlich, jung, berufserfahren, ein Jahr arbeitslos) passende Person konnte aber nicht gefunden werden. Auch die Konzipierung der Stelle (Teilzeit-ABM auf ein Jahr befristet) erwies sich als zu eng gesteckt.

„Die Stelle muss langfristig klare Perspektiven aufweisen – sowohl für den Streetworker, als auch für die Jugendlichen“, sagte Sebastian Nöckel vom Vorstand der HSK-Jusos. Die Jusos sind der Meinung, dass ein einjähriges Teilzeitengagement dem zusätzlichen Bedarf an qualifizierter Jugendarbeit in diesem Bereich nicht gerecht wird. „Wir denken, dass die Stadt hier mehr Verantwortung für die Kinder und Jugendlichen übernehmen sollte, auch finanzielle“, so Nöckel weiter.

In der aktuellen Diskussion um die Stadtentwicklung stehen Schlagworte, wie „Kaufkraft“ und die Attraktivität der Innenstadt im Mittelpunkt. „Meschede hört nicht an den Bahnschienen auf“, erinnert Juso-Vorsitzender Arno Klein. Die Jusos wollen sich in Zukunft dafür einsetzen, dass der Prozess der Stadtentwicklung stärker unter sozialen Gesichtspunkten betrachtet wird.

Interessierter Teilnehmer am Informationsgespräch im AKI war auch Dr. Karsten Rudolph. Der Landtagskandidat der SPD hatte zuvor vom Arbeitsschwerpunkt der Jusos erfahren und sein Interesse am Thema „Jugend in Meschede“ bekundet. Er versprach, sich für die Belange der Jugendarbeit in Meschede einzusetzen.

03. März 2000 – 18:46 Uhr Jusos
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