Meschede kann mehr

Jusos zum Ausgang der Landtagswahl

Das Mescheder Ergebnis der Landtagswahl beurteilen die Jusos als zufriedenstellend. Aufgrund des frischen Wahlkampfs der Jusos mit Karsten Rudolph konnten die Zahlen von 1995 fast annähernd erreicht werden.

„Im konservativ geprägten Sauerland ist es für die SPD schwer Mehrheiten zu erreichen“, so Juso-Vorsitzender Arno Klein. „Derzeit sind bessere Ergebnisse nicht machbar. Unser Ziel bleibt allerdings, auch in Meschede absolute Mehrheiten zu brechen.“Von dem Wahlergebnis auf Landesebene sind die Mescheder Jusos jedoch enttäuscht. Es ist zwar gut für NRW, dass Wolfgang Clement Ministerpräsident bleibt, doch die SPD müsse sich jetzt fragen, warum landesweit mehr als 500.000 SPD-Wähler diesmal nicht an die Urnen gegangen sind.

Einerseits muss bei einer Neuauflage von Rot-Grün gesichert sein, dass die handelnden Politiker jetzt mehr miteinander arbeiten, als wieder in fünf Jahre Dauerstreit zu verfallen.
Andererseits sehen die Jusos auch die mangelnde Attraktivität ihrer Mutterpartei für junge Leute als Grund, für die massenweise Stimmenthaltung. Gerade Jugendliche müssen sich wundern, wenn beispielsweise die jüngsten SPD-Abgeordneten in Düsseldorf 35 Jahre alt sind. Die Überalterung der Partei muss gestoppt werden. Die Jusos fordern, dass sowohl in Meschede als auch in Düsseldorf auf allen Ebenen dringend eine Verjüngung eingeleitet wird.

Nur mit einem Team, dass alle Altersschichten widerspiegelt und Politik für die Menschen vor Ort macht, kann die SPD wieder an frühere Wahlergebnisse anknüpfen. Die SPD muss wieder zu einer Partei der politischen Diskussion, gerade auch mit jungen Leuten, werden.

17. Mai 2000 – 18:36 Uhr Jusos
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