Meschede kann mehr

Kaum noch Hoffnung auf Notfallambulanz in Meschede – vorerst

Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) in Westfalen-Lippe hat Ihre Entscheidung, im Mescheder St. Walburga Krankenhaus keine Notfallambulanz einzurichten, bekräftigt.

Der heimische SPD-Landtagsabgeordnete Karsten Rudolph hatte sich in einem Brief an die KV noch einmal für die Einrichtung einer Notfallambulanz in Meschede eingesetzt. In ihrer Antwort lehnt die Kassenärztliche Vereinigung jedoch Korrekturen an Ihrer Entscheidung ab.

In Ihrem Schreiben weist die KV ausdrücklich darauf hin, dass auch die Fallzahlen der Patienten im Mescheder Krankenhaus ausschlaggebend für den Beschluss gewesen seien. Konkret: Die Mescheder Bürgerinnen und Bürger hätten bislang eher den hausärztlichen Notdienst und nicht direkt das Krankenhaus in Anspruch genommen.

„Die Begründung der Kassenärztlichen Vereinigung ist für uns nicht nachvollziehbar“, so Daniel Köhne, Vorsitzender SPD in Meschede. „Es ist doch absurd, wenn man jetzt indirekt den Patienten die Schuld an der Entscheidung gibt, nur weil die sich so verhalten haben, wir es das System bislang auch vorsieht“, so Köhne weiter.

Die KV betonte in Ihrem Schreiben noch einmal, dass der Beschluss gegen das Mescheder Krankenhaus dass Ergebnis eines dreijährigen Dialogs mit Ärzten, Kommunen und Patientenverbänden sei. Von einem intensiven Dialog kann aber zumindest nach Aussage der heimischen Ärztevertreter und des Krankenhauses keine Rede sein.

Die Entscheidung gegen den Standort Meschede scheint also gefallen. Allerdings muss dieser Beschluss nicht endgültig sein. Denn Anfang 2011 sollen die Bezirke überprüft werden. Köhne: „Sollte sich dabei herausstellen, dass das St. Walburga Krankenhaus weiterhin die erste Anlaufstelle für die Mescheder Bürgerinnen und Bürger ist, wird man die Entscheidung gegen den Standort Meschede zwangsläufig überdenken und korrigieren müssen.“

16. April 2010 – 14:00 Uhr Ortsverein Meschede
Seitenanfang