Meschede kann mehr

Kulturkonzept zeigt verfehlte Finanzpolitik

Die Mescheder Jusos lehnen das geplante Kulturkonzept für die Stadt ab – und fordern mit Nachdruck den Verkauf der Stadthalle. Nach Ansicht der Jungsozialisten steht das Kulturkonzept exemplarisch für das völlig willkürliche Sparverhalten der Stadt.

„Nur wenige Monate nachdem die schmerzhaften Kürzungen für die Sportvereine beschlossen wurden, ist vom Sparwillen offenbar nicht viel übrig geblieben“, kritisiert Juso-Vorsitzender Daniel Köhne. Der Verkauf der Stadthalle, von der SPD in einem Antrag gefordert, sei vom Tisch. „Stattdessen soll jetzt ein zweifelhaftes Konzept Einsparungen im Kulturbereich suggerieren“, so Köhne weiter. „Tatsächlich aber laufen die enormen Kosten für die Stadthalle weiter. Die Zuschüsse für die beiden Kulturvereine werden gekürzt und auf eine ,Dritte Säule‘ umverteilt. Die ,Verwaltungskosten‘ für die Kultur in Meschede bleiben damit auf hohem Niveau. Der Kultur bringt das nichts, gespart wird auch nicht. Ein Paradebeispiel für die verfehlte Finanzpolitik.“

Sicher: „Meschede muss sparen, keine Frage“, sagt Köhne. „Aber nicht nur zu Lasten der Sportvereine. Auch bei der Kultur muss jetzt ein Zeichen gesetzt werden.“

„Veranstaltungsorte gibt es genug“

Weder den Jusos noch der SPD gehe es darum, das kulturelle Angebot in Meschede zu beschneiden, betont Köhne. „Aber kulturelle Veranstaltungen sind nicht abhängig von der Stadthalle. Potenzielle Veranstaltungsorte gibt es im Stadtgebiet genug.“ Und Einsparungen durch ein Verkauf der Stadthalle könnten zum Teil den Aktiven von Kulturring und werkkreis kultur meschede (wkm) zu Gute kommen – „für mehr Kultur“.

Quelle: Westfälische Rundschau, Lokalausgabe Meschede, vom 30.10.2006

30. Oktober 2006 – 10:02 Uhr Jusos
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