Meschede kann mehr

Leserbrief des OV-Vorsitzenden Freienohl, Manfred Schröer, zum Thema „Tunnelsanierung“

Manfred Schröer

Manfred Schröer

Stillstand bei der Entscheidung der Bahn über die Tunnelsanierung?

Seit Monaten ist verdächtige Ruhe eingekehrt bei den Plänen der Bahn,die Tunnel zwischen Oeventrop und Freienohl und den Freienohler Tunnel zu sanieren.

Hält die Bahn an der eingleisigen Tunnelsanierung fest und wiegt sie die Öffentlichkeit in trügerischer Ruhe? Die Folgen einer eingleisigen Tunnelsanierung haben Auswirkungen über mehrere Jahrzehnte für den Wirtschaftraum des Hochsauerlandkreises, denn ist der Tunnel erst einmal eingleisig ausgelegt, bedeutet dies eine Festschreibung auf Dauer.

Für den Pendler zwischen Neheim und Meschede wird sich vielleicht nicht viel ändern.

Betrachtet man die Strecke aber von ihren Endpunkten, nämlich Dortmund, Hagen, Kassel und Winterberg her, so stellt man fest, dass die Obere Ruhrtalbahn eine wichtige Verbindung zu überregionalen und internationalen Strecken, einschließlich des ICE-Netzes darstellt.

Fahrplanänderungen an diesen Strecken wirken sich zwangsläufig auch auf die Fahrpläne der Oberen Ruhrtalbahn aus. Es ist nicht auszuschließen, dass Begegnungspunkte dann auf den künftig eingleisigen Streckenabschnitt zwischen Oeventrop und Freienohl fallen.

Die Folge sind Wartezeiten oder Ausdünnung des Fahrplans.

Auf diese Weise wird es der Bahn nicht gelingen, Pendler anzulocken. Die eingleisige Tunnelsanierung löst im Gegenteil eine gewaltige Abwärtsspirale bei der Auslastung der Strecke aus.

Was würden wir sagen, wenn es der Straßenbauverwaltung einfiele, die Ruhrbrücken in Oeventrop und Freienohl auch nur noch einseitig zu sanieren oder die Scherse nur einstreifig befahren zu lassen. Soll der HSK wirtschaftlich abgeschnitten werden oder setzt die Bahn jetzt auf die Straße?

 

 

 

22. März 2015 – 17:53 Uhr Ortsverein Freienohl Stadtverband
Seitenanfang