Meschede kann mehr

Liberalisierung des Strommarktes

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

die Liberalisierung auf dem Strommarkt hat für die Stadt Meschede und somit für alle Bürgerinnen und Bürger eine zentrale Bedeutung.

Nach der Verbändevereinbarung, die am 1. Januar 2000 in Kraft treten soll, soll der Strommarkt in Handelszonen unterteilt werden. Nach Presseberichten soll die Grenze mitten durch das Ruhrgebiet gezogen werden. Demnach soll die VEW Energie zur nördlichen Handelszone gehören.

Dies hat für unsere Stadt weit reichende Konsequenzen, da wir durch einen Konzessionsvertrag mit der VEW verbunden sind, die dann nicht mehr zu unserer Handelszone gehören. Weiterhin soll der Stromkunde eine einheitliche Netzzugangsgebühr entrichten, die es ihm erlaubt, das gesamte Netz innerhalb seiner Handelszone zu nutzen, ohne dass dabei Entfernungsgebühren für die Stromdurchleitung anfallen.

Aufgrund dieser Tatsachen erwarten wir von Ihnen, dass umgehend Gespräche mit der VEW Energie aufgenommen werden mit dem Ziel, für die Verbraucher, also unsere Bürgerinnen und Bürger, die günstigsten Tarife zu erzielen. Die bisherigen Tarife sind nicht mehr zu halten, da der Kunde in Zukunft den Anbieter problemlos wählen und Stromkosten sparen kann. Der bereits anstehende Wettbewerb muss sich auch für die Stadt Meschede auszahlen.

Wir sind der Meinung, dass die Interessen der Verbraucher absolut im Vordergrund zu stehen haben.

Die SPD-Fraktion beantragt, die ganze Angelegenheit in einer der nächsten Sitzungen des Haupt- und Finanzausschusses zu behandeln.

01. Oktober 1999 – 21:13 Uhr Ratsfraktion
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