Meschede kann mehr

Max Bunse zum neuen Vorsitzenden des Stadtverbandes Meschede einstimmig gewählt

Seine Rede vom Parteitag am 17.02.2017

(Es gilt das besprochene Wort.):

 

Liebe Genossinnen und Genossen,

die meisten kennen mich schon, für die die mich nicht kennen möchte ich mich aber doch noch mal gerne vorstellen. Mein Name ist Maximilian Bunse, ich bin 23 Jahre alt und arbeite als Geschäftskundenberater für die Deutsche Telekom und, ich bewerbe mich heute um das Amt des Stadtverbandsvorsitzenden, ein Amt vor dem ich definitiv mit großen Respekt habe. Es ist ein großes Amt, mit viel Verantwortung und einigem an Gestaltungsspielraum für die örtliche Parteiarbeit und genau deswegen habe ich mich auch für eine Kandidatur entschieden. Ich will gestalten und ich scheue die Verantwortung nicht und ich bedanke mich auch jetzt schon mal beim gegenwärtigen Vorstand des Stadtverbandes und beim Ortsverein Meschede, die mit ihren Nominierungen gezeigt haben, dass sie mir dieses Amt auch zutrauen.

Ganz besonders möchte ich in kommenden zwei, sehr anstrengenden Jahren ein Thema in Fokus rücken, ein Thema, was uns weit über diesen Zeitraum hinaus begleiten wird. Besonders möchte ich mich darum bemühen, dass die SPD in Meschede wächst und zwar in alle Richtungen. Im Falle meiner Wahl wird es eine Aufgabe des neugewählten Vorstandes sein ein Konzept zu erarbeiten und umzusetzen, dass unsere Partei zukunftsfest machen soll. Wir haben hier in diesem Raum viele erfahrene Genossinnen und Genossen und euer Beitrag ist wichtig, ganz besonders im Bezug auf das Thema Zukunft, denn wenn unser Konzept Erfolg hat und wir hoffentlich einige neue Gesichter in unseren Reihen begrüßen dürfen, dann liegt es an euch, ihnen das Handwerkszeug in die Hände zu legen, dass sie für ihre weitere Arbeit brauchen werden, ihnen dann einfach mit eurer teilweise jahrzehntelangen Erfahrung unter die Arme zu greifen, denn ich spreche aus eigener Erfahrung, genau das benötigt man am Anfang. Und auch die Partei benötigt immer wieder frischen Wind, neue Ideen, Querdenker und genau die möchte ich für unsere Partei gewinnen und auch wenn ich mich als Juso-Kreisvorsitzender immer über junge Leute freue, so freue ich mich genauso darüber wenn jemand in einem anderen Alter zur SPD findet und Interesse daran hat gemeinsam mit uns daran zu arbeiten, dass es gerechter in unserer Stadt und in unserem Land zugeht. Das ein solches Konzept erfolgreich sein kann, zeigt die Mitgliederentwicklung bei den Jusos. Dort sind wir 2013, als ich dort aktiv wurde, sind wir gestartet, mit vier aktiven Jusos, und stehen heute bei ca. 25 jungen Menschen, von denen heute einige auch unter uns sitzen. Ich muss zugeben, dass hat eine Menge Arbeit mit sich gebracht, aber es lohnt sich. Gemeinsam mit euch möchte ich das anpacken und wenn uns ein exzellenter Kanzlerkandidat eine solche Mobilisierung beschert, sollten wir das auch nutzen und darauf aufbauend weitermachen.

Aber ich will auch noch kurz darauf eingehen, was uns dieses Jahr  erwartet, und nun nutze ich einmal eine mediale Wortschöpfung, ein Superwahljahr in dem sowohl im Land, als auch im Bund gewählt wird. Auch das wird eine Menge Arbeit, denn das werden zwei harte Wahlkämpfe die uns dort bevorstehen. Während die Union jetzt schon die Schlammschlacht beginnt, steht die SPD in den Umfragen so gut wie zuletzt vor einem Jahrzehnt da und ich glaube daran, dass alles möglich ist. Ich glaube daran, dass wir sowohl in Düsseldorf, als auch in Berlin gewinnen können, doch dabei kommt es auch ganz entscheidend auf uns an. Die sogenannte Basis, das Fundament dieser Partei ist das wichtigste Instrument, das wir im Wahlkampf haben, das ist nicht Facebook, nicht Twitter, keine Zeitung, das sind wir und sei es eine AG60+, die uns auf dem Wochenmarkt repräsentiert oder die Jusos, die es auf einer Kneipennacht tun. Wir werden jenen Genossinnen und jeden Genossen brauchen in egal welcher Funktion, und dann und auch nur dann werden wir am Ende erfolgreich sein .

Für mich persönlich kann ich sagen, ich bin bereit viel zu investieren, denn es geht um viel bei diesen Wahlen. Es geht darum, ob in Zukunft wieder die Geldbörse der Eltern über die Zukunftschancen eines jungen Menschen entscheidet. Es geht darum, ob wir auf dem Arbeitsmarkt endlich faire Verhältnisse schaffen können oder ob wir Millionen Arbeitnehmer immer und immer wieder von einem befristeten Verhältnis in das nächste schicken. Ob wir es weiter zulassen, dass die medizinische Versorgung davon abhängt, ob man privat oder gesetzlich krankenversichert ist? Ob wir es weiter zulassen, dass Manager Millionen Boni für einen Job kassieren, während tausende Arbeiternehmer ihren Job verlieren? Kurz: Ob dieses Land sozial gerechter wird oder nicht. Und dafür bin ich bereit zu kämpfen. Ich hoffe, dass ihr mit mir kämpfen wollt.

Eine letzte Sache liegt mir noch am Herzen, es gibt eine Menschen und Parteien die rechtspopulistische und noch schlimmer rechtsradikale Meinungen, auch in Deutschland, wieder salonfähig gemacht haben und diese Menschen und Parteien sind nicht nur irgendwo sondern auch hier Vorort. Erst vergangene Woche fand eine Veranstaltung mit dem Spitzenkandidaten einer solchen Partei unweit von hier statt. Das ist kein Problem, das nur „irgendwo im Osten“ liegt. Umso wichtiger ist es, dass wir zeigen, MIT UNS NICHT. Die Grundwerte unserer Partei stehen, und das völlig zurecht, im krassen Gegensatz zu Menschen die an der Grenzen auf Geflüchtete schießen wollen, im krassen Gegensatz zu Menschen, die wieder Mauern bauen wollen, im krassen Gegensatz zu Menschen,  die ganze Nationen mit Worten verunglimpfen, die ich nicht mal in den Mund nehmen möchte. Und ich bin stolz auf diesen krassen Gegensatz oder wie unser Kanzlerkandidat Martin Schulz es im Bezug auf eine gewisse „Alternative“ formuliert hat: „Wir sind der Hauptgegner dieser Partei und ich würde mich schämen, wenn wir es nicht wären.“ Und das gilt es herauszustellen, immer und immer wieder.

„Lasst uns mutig sein“, sagte der gewählte Bundespräsident und unser Genosse Frank-Walter Steinmeier am Sonntagnachmittag nach seiner Wahl zum Staatsoberhaupt.

Und genau in diesem Sinne, liebe Genossinnen und Genossen, möchte ich diese und die vielen anderen Herausforderungen in den kommenden zwei Jahren mit euch angehen und genau dafür bitte ich euch um eure Stimme.

Glück auf!

Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit!

 

20. Februar 2017 – 13:54 Uhr Stadtverband
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