Meschede kann mehr

Mehr Kultur – weniger Verwaltung

In einer außerordentlichen Fraktionssitzung beschäftigte sich die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Meschede mit der Finanz- und Personalsituation der Stadt Meschede. Einigermaßen zufrieden zeigte sich die SPD-Fraktion mit dem Rückgang der Personalkosten.

„Hier muss aber noch mehr geschehen“, so SPD-Fraktionsvorsitzender Reinhard Schmidt. Er erinnerte an das Personalentwicklungskonzept, das derzeit in der Bearbeitung sei. Dieses Konzept dürfe aber nicht dazu führen, dass vor einer Verabschiedung des Haushaltes schon Fakten geschaffen werden. Gemeint ist damit die Ausschreibung einer Stelle im Fachbereich Kultur. „Die SPD-Fraktion wird diesen Weg nicht mitgehen“, so Schmidt.

Die Fraktionsmitglieder waren übereinstimmend der Meinung, dass nach den vielen Kürzungen, besonders betroffen sei Freienohl, die Kernstadt mit ihrem Kulturbereich nicht von den Sparbemühungen ausgenommen werden könne. Auch die Kultur müsse ein Zeichen setzen. Die SPD sei weiterhin für den Verkauf der defizitären Stadthalle. Dann könnten der Kulturring und der wkm weiterhin großzügiger unterstützt werden.

Großen Wert legt die SPD-Fraktion auf das ehrenamtliche Engagement bei der Kultur. Mittelfristig müsste die Kultur nicht mehr von der Stadt verwaltet werden. Deswegen: Mehr Kultur – weniger Verwaltung. Siegfried Lumme: „Die Sport- und Schützenvereine sollten hier als Vorbild herangezogen werden.“

Das von der SPD-Fraktion geforderte neue Kulturkonzept sei aber durch die Ausschreibung der neuen Stelle im Fachbereich Kultur schon im Ansatz durch die anderen Fraktionen, die der neuen Stelle voraussichtlich zustimmen werden, zum Scheitern verurteilt.

Fazit der SPD-Fraktion: „Kein einziger Cent wird eingespart. Alles bleibt, wie es ist. Sparen ja, aber nicht bei der Kultur, das ist unglaubwürdig.“

14. Januar 2006 – 12:17 Uhr Ratsfraktion
Seitenanfang