Meschede kann mehr

„Mehr Sauerland für NRW geht nur mit der SPD“

Mehr Sauerland für NRW – Karsten Rudolph kandidiert am 9. Mai erneut für den Landtag.

Mehr Sauerland für NRW – Karsten Rudolph kandidiert am 9. Mai erneut für den Landtag.

Karsten Rudolph vertritt seit 2002 die Sauerländer Bürgerinnen und Bürger im Landtag. Am 9. Mai stellt er sich erneut zur Wahl. In einem Gespräch mit den Mescheder Sozialdemokraten verdeutlicht er noch einmal seine politischen Schwerpunkte.

SPD Meschede: Karsten, seit 2002 vertrittst Du nun die Bürgerinnen und Bürger im Sauerland im Landtag. Mittlerweile bist Du als engagierter Landtagsabgeordneter bekannt und auch als innenpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion hast Du Dir als Gegenspieler von Innenminister Wolf einen Namen gemacht. Warum gehst Du erneut an den Start?

Karsten Rudolph: Das ist eine Aufgabe, die ich sehr gerne mache, da steckt viel Herzblut drin. Das Sauerland ist mir im Laufe der Zeit sehr ans Herz gewachsen, ich kenne mittlerweile Land und Leute gut, kenne die Probleme der Region und auch ihre Stärken. Es ist der besondere Menschenschlag, der diese Region stark gemacht hat und ich möchte dass es so bleibt.

SPD Meschede: Was meinst Du damit?

Karsten Rudolph: Ich musste feststellen, dass wir hier im Sauerland mittlerweile keine Insel der Glückseligen mehr sind. Die Arbeitslosenquote ist zwar im Vergleich zu den Städten im Ruhrgebiet niedrig, Sorge bereitet mir aber der hohe Anteil der Niedriglöhne und der Zeit- sowie Leiharbeit. Ich habe immer schon für sichere Arbeitsplätze und gute Arbeit für die Bürger und Bürgerinnen im Sauerland gekämpft, das bleibt auch weiterhin eines meiner wichtigsten Ziele. Letztlich ist dies eine  Voraussetzung für eine gute Lebensqualität in den Städten und Dörfern.

SPD Meschede: Stichwort Lebensqualität: Was gehört Deiner Meinung dazu?

Karsten Rudolph: Dazu gehört für mich ein faires Einkommen durch Vollzeitbeschäftigung, von dem man auch wirklich leben kann – ohne zusätzliche Sozialleistungen. Deshalb bin ich für einen gesetzlichen Mindestlohn. Dazu gehört auch, Beschäftigung zu sichern und gute Arbeit zu schaffen. Unsere jungen Leute brauchen Ausbildungsplätze und gute qualifizierte Jobs, damit sie hierbleiben können und nicht in die Ballungszentren abwandern. Voraussetzung hierfür wiederum ist beste Bildung für alle. Ohne Kindergarten- und Studiengebühren. Und natürlich ein Schulsystem, das durchlässig ist und zugleich eine wirkliche individuelle Betreuung bietet. Und das ist nach fester Überzeugung der SPD nur über die Gemeinschaftsschule zu gewährleisten.

SPD Meschede: Kannst Du die Gemeinschaftsschule kurz erläutern?

Karsten Rudolph: Kinder werden nicht nach der 4. Klasse sortiert in die Hauptschule, Realschule oder in das Gymnasium, sondern sie lernen zumindest bis zum Ende der 6. Klasse gemeinsam und können frühestens ab dann in den entsprechenden Hauptschulklassen, Real- oder Gymnasialklassen weiterlernen. Die Schule kann sogar entscheiden, ob das gemeinsame Weiterlernen bis zum Ende der 10. Klasse gehen soll. Das gewährleistet eine optimale Durchlässigkeit zwischen den drei Qualifizierungszweigen, die Kinder haben also auch nach 4. Klasse sehr gute Chancen, sich in ihrem Leistungsvermögen weiterzuentwickeln und zugleich ohne weitere Anpassungsprobleme weiterzukommen. Ich weiß aus meinen zahlreichen Besuchen in unseren Schulen, insbesondere in Hauptschulen, dass das Lehrpersonal sehr engagiert ist und unter den gegebenen schlechten Rahmenbedingungen eine gute Arbeit leistet: Ich weiß aber auch, dass eine Gesamtschule, wenn sie es denn im HSK gäbe einen guten Zulauf haben würde. Es ist einfach so: Auch im Sauerland ist die Hauptschule ein Auslaufmodell.

SPD Meschede: Was für Themen stehen noch auf Deiner Tagesordnung?

Karsten Rudolph: Ein weiteres wichtiges Thema ist die Gewährleistung der Mobilität, sie ist gerade für unsere Region wichtig. Ich bin froh, dass die A 46 endlich weitergebaut bin. Doch zu mehr Mobilität gehört auch der öffentliche Personenverkehr – die Bahn, der Bus und inzwischen auch der Bürgerbus, den ich auch als Fahrer einige Male unterstützt habe.  Ich freue mich, dass der Bürgerbusverein in Sundern schon Nachahmer gefunden hat in Brilon und Bestwig und bald in Meschede und Marsberg.

SPD Meschede: Thema Kommunalfinanzen, unsere Kommunen gehen zunehmend am Stock. Was wird eine SPD geführte Landesregierung anders machen?

Karsten Rudolph: Wir folgen der Maxime: Wer die Musik bestellt, zahlt sie auch. Soll heißen, wenn das Land Aufgaben an die Städte und Gemeinden überträgt muss ein finanzieller Ausgleich her. Die Kommunen auch im HSK pfeifen zum Teil aus dem letzten Loch. Wenn in den Haushaltsdebatten der Kommunalparlamente schon über die Streichung von Sand für Sandkästen nachgedacht werden muss ist es schon zappenduster! Das darf nicht sein, da sorgen wir als SPD Landesregierung schnellstens für Abhilfe.

SPD Meschede: Dein Motto ist: Mehr Sauerland für NRW. Wie ist das zu verstehen?

Karsten Rudolph: Die Privat-vor-Staat-Politik von Gelb-schwarz hat die ländlichen Regionen besonders getroffen. Unsere Industrieregion im Grünen – das ist der HSK ja in Wahrheit ist braucht eine Stimme, die sich erhebt, wenn es schwierig wird und sie braucht Abgeordnete, die sich hartnäckig für die Interessen der Bürger und Bürgerinnen einsetzen. Das will ich mit meinen SPD-Kolleginnen und Kollegen gerne tun. Mehr Sauerland für NRW geht nur mit der SPD.

Die Landtagswahl in NRW findet am 9. Mai statt.

04. Mai 2010 – 11:15 Uhr Stadtverband
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