Meschede kann mehr

Parteipolitisches? Ortsvorsteher Lenze kritisierte Versammlung

Leserbrief vom SPD-Ratsmitglied Fritz Kramer: Einer sachlich fundierten Diskussion auf der Wehrstapler Bürgerversammlung (zu dem Unwetter vom 17.09.06, Anmerk. d. Redaktion) folgt im Nachgang dann doch noch die Polemik.

Die Darstellung von Herrn Lenze, mir parteipolitisches Kalkül zu unterstellen, kann daher nicht unwidersprochen bleiben, und kein objektiver Versammlungsteilnehmer kann zu solch einem absurden Ergebnis kommen.

Wenn es der einzige Vorwurf bleibt, dass ich in einer Versammlungsladung meine Mitgliedschaft zur SPD Ratsfraktion nicht verleugne, dann bin ich sehr zufrieden. Die Fakten jedenfalls sprechen eine deutliche Sprache.

Drei Tage nach dem Unwetter habe ich bei Bürgermeister Uli Hess den Stand der Dinge angefragt und ihn zu einer geplanten Bürgerversammlung eingeladen. Herr Hess war, nachvollziehbar, der Ansicht, dass der Fachbereichsleiter Herr Susewind der richtige Fachmann für die Analyse der Unwetterschäden sei, dieser befinde sich aber im Urlaub. Nach vielen Anfragen von den Betroffenen habe ich diesen Umstand per Rundbrief bekannt gemacht und versprochen nach Rückkehr von Herr Susewind unverzüglich zu einer Versammlung einzuladen.

Selbstverständlich habe ich auch Ortsvorsteher Lenze informiert. Einen Tag später teilte mir Lenze per E-Mail mit, mein Ansinnen unterstützen zu wollen, der gemailte Dreizeiler war während der ganzen Zeit die einzige Nachricht von ihm. Nach der Terminabsprache mit Herrn Susewind habe ich dann alle Bürgerinnen aus Heinrichsthal und Wehrstapel wie versprochen zu der Versammlung eingeladen. Die erste Einladung erhielt Herr Lenze am Dienstag d.h. vier Tage vor der Versammlung. Er hat sich daraufhin aber bis zum Versammlungsbeginn nicht bei mir gemeldet.

Seine in die Presse lancierten angeblich „bereits vereinbarte Maßnahmen“ hat mir Herrn Lenze auch nicht mitgeteilt, und auch der Bürgermeister und Herr Susewind haben mir keine solchen Maßnahmen erklärt. Auch in der Versammlung haben sich weder Herr Susewind noch Herr Franke noch Herr Lenze zu irgendwelchen bereits vereinbarten Maßnahmen geäußert.

Schlussendlich habe ich nach meinem Verständnis alle gültigen Regularien eingehalten und zu keinem Zeitpunkt eine wie auch immer geartete Zusammenarbeit abgelehnt. Aber ich werde Herrn Lenze ganz sicher nicht auch noch auf einer Sänfte zur Versammlung tragen.

18. Oktober 2006 – 17:05 Uhr Ortsverein Heinrichsthal-Wehrstapel
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