Meschede kann mehr

Schließung des Telekom-Callcenters in Meschede: Beschluss des SPD-Parteivorstandes

Der SPD-Parteivorstand in Berlin unterstützt die Forderungen der heimischen SPD-Delegierten.

Die heimischen Delegierten zum Bundesparteitag der SPD am 18.10.2008 in Berlin, Birgit Sippel (Vorsitzende der HSK SPD) und Reinhard Schmidt (Fraktionsvorsitzender der SPD Meschede), hatten bereits im Vorfeld des Parteitages auf die drohende Schließung des Callcenters in Meschede hingewiesen.

In Gesprächen mit führenden Vertretern der SPD-Bundestagsfraktion , u.a. mit Franz Müntefering, wurde um Unterstützung gebeten.

Franz Müntefering sorgte in der Sitzung des Parteivorstandes für einen Beschluss, der unmissverständlich die SPD-Bundestagsfraktion und die Bundesregierung auffordert dafür zu sorgen, dass der Telekom-Vorstand sein Callcenter-Konzept unverzüglich überprüft und baldmöglichst in konstruktive Gespräche mit den Sozialpartner eintritt.

Reinhard Schmidt: „Wir hoffen, dass dieser Beschluss einen Umdenkungsprozess der Telekom in Gang setzt. Schließlich ist der Bund Hauptaktionär der Telekom. Der Vorstand der Telekom ist gefordert, soziale Belange und betriebswirtschaftliche Dinge in Einklang zu bringen. Es kann nicht sein, dass Beschäftigte durch betriebswirtschaftlich unsinnige Umstrukturierungen und unzumutbar lange Arbeitswege aus dem Unternehmen gedrängt werden.“

Der Beschluss des SPD-Parteivorstand vom 17. Oktober 2008:

Der SPD-Parteivorstand fordert die Bundestagsfraktion und die Bundesregierung als Vertreterin des Hauptaktionärs Bund auf, dafür zu sorgen, dass der Telekom-Vorstand sein Callcenter-Konzept unverzüglich überprüft und baldmöglichst in konstruktive Gespräche mit den Sozialpartnern eintritt.

Es muss verhindert werden, dass 10.000 Beschäftigte durch betriebswirtschaftlich unsinnige Umstrukturierungen und unzumutbar lange Arbeitswege aus dem Unternehmen gedrängt werden – mit dem Ziel, insgesamt die Löhne im Callcenter-Bereich zu drücken.

Darüber hinaus erwartet der SPD-Parteivorstand, dass die Telekom ihrer Verantwortung gegenüber der Gesellschaft auch datenschutzrechtlich nachkommt und die bei ihr anfallenden persönlichen Daten der Kunden wirkungsvoll vor Diebstahl und Missbrauch schützt.

Es ist ein unerträglicher Vorgang, dass der Telekom-Vorstand Vertreter der Belegschaft im Aufsichtsrat ausgespäht hat. Die SPD verurteilt diesen Vorgang und erwartet, dass sich Vergleichbares nicht wiederholt.

29. Oktober 2008 – 12:20 Uhr Ortsverein Meschede Ratsfraktion
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