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Schwere Jahre und verbrannte Erde – Rückblick auf die kommunalpolitischen Ereignisse in Freienohl

Ein kleiner Rückblick auf den kommunalpolitischen Eiertanz der CDU in Freienohl.

Ein kleiner Rückblick auf den kommunalpolitischen Eiertanz der CDU in Freienohl.

Eine Entscheidungshilfe für Freienohler Bürgerinnen und Bürger zur Kommunalwahl

Sehr geehrte Damen und Herren,
mit diesem Schreiben möchten wir Ihnen eine Entscheidungshilfe zur Kommunalwahl 2009 an die Hand geben.

Für eine Bewertung der zur Wahl stehenden Parteien kann und sollte sicherlich auch der Verlauf der ablaufenden Wahlperiode zu Rate gezogen werden. Aus Freienohler Sicht waren es schwere und manchmal die Grenze der Belastbarkeit überschreitende Jahre. Im Rückblick sieht man politisch verbrannte Erde insbesondere bei CDU und SPD.

Jürgen Lipke ist der einzig Verbliebene aus der Riege der Ratsmitglieder von CDU und SPD. Karl-Heinz Kästner stieg nach der Turnhallendebatte aus. Bei der CDU gab es einen Austritt aus der Fraktion, ein Ratsmitglied lies die Fraktionsmitgliedschaft auf Zeit ruhen und keines der ehemaligen CDU-Ratsmitglieder tritt zur Wahl 2009 erneut an.

Die FDP verweigert seit 2006 die Mitarbeit im Bezirksausschuss Freienohl. Sie will sich an dieser Stelle mit Freienohler Dingen nicht mehr beschäftigen. Die UWG ist nach unserer Ansicht auf die Kernstadt fixiert; Freienohler Belang wurde selten gestützt.

Mit diesem Schreiben möchten wir unsere Haltung in den letzten Jahren konkretisieren:

Wir stellten den Antrag auf Bezuschussung des Sportplatzbaus in Freienohl weil andere sich nicht bewegten. Der Betrag von EUR 80.000 entsprach genau dem Betrag der 1999 als Kaufpreis fixiert und vom Rat so bewilligt wurde. Wir sind die einzigen die zur damaligen Aussage stehen. Prüfen Sie bitte!

Der Brand der Turnhalle eröffnete in Freienohl eine historische Chance. Leider wurde sie nicht genutzt. Das Angebot des TURA ca. EUR 100.000 einzubringen wurde vom Tisch gefegt. Die Auflagen welche TURA auferlegt wurden waren so nicht zu schultern.

Kurze Zeit später durfte eine Bürgerinitiative in der Kernstadt eine Brücke bauen. Die Finanzierung stellte die Stadt über weitere Neuverschuldung sicher. Wie soll der Freienohler dies verstehen?

Die SPD stimmte mit Mehrheit für den Plan der TURA. SPD Ratsmitglied Kästner trat aus Enttäuschung zurück.

Der sicher schwierigste Komplex war die Übergabe des Hallenbads an einen Trägerverein. Die Übernahme konnte im letzten Moment politisch gesichert werden weil die SPD-Fraktion mit der CDU Freienohl den Schulterschluss suchte. Kernpunkt war die Versicherungsfrage. Erst nach Einsatz des SPD-Landtagsabgeordneten Karsten Rudolph und einer Rücksprache bei der GVV konnte die Versicherungsfrage gelöst werden.

Aktuell fordern wir aus Mitteln des Konjunkturpakets II die beantragten Summen bereitzustellen.

Wenn man auf die Komplexe Busbahnhof und Feuerwehrgerätehaus schaut, fällt als erstes die Zeitschiene auf. Als letztes soll nun in Freienohl ein neues Feuerwehrgerätehaus entstehen. Dies begrüßen wir ausdrücklich. Aus Freienohler Sicht fällt auf, dass alle Feuerwehren längst besser untergebracht sind. Selbst im Dörfchen Visbeck hat die Feuerwehr ein brandneues Domizil.

Auch die Geschichte des Busbahnhofs in Freienohls erscheint unendlich. Wissen Sie, wie oft in der Kernstadt der Busbahnhof verlegt wurde? Es ist der dritte Standort. Landesmittel für den Umbau in Freienohl liegen seit Jahren bereit.

Wir hoffen: Alles wird gut!

Sehr geehrte Damen und Herren,
diese Betrachtungen sollten ihre Wahlentscheidung unterstützen.
„Weiter so“ kann doch nicht den Bedürfnissen in Freienohl entsprechen.

Wir wünschen Ihnen alles Gute und eine kluge Entscheidung!

SPD Stadtverband Meschede
Siegfried Lumme
Vorsitzender

Reinhard Schmidt
Bürgermeisterkandidat

Jürgen Lipke
Ratsmitglied

21. August 2009 – 13:02 Uhr Ortsverein Freienohl Ratsfraktion
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