Meschede kann mehr

St. Walburga Krankenhaus bleibt für Mescheder Bürger weiter erste Anlaufstelle

Die Mescheder Sozialdemokraten bei der Umfrage auf dem Wochenmarkt.

Die Mescheder Sozialdemokraten bei der Umfrage auf dem Wochenmarkt.

Die Entscheidung der Kassenärztlichen Vereinigung im Mescheder St. Walburga Krankenhaus keine Notfallambulanz einzurichten, sorgt in der Mescheder Bevölkerung für viel Unverständnis und große Verunsicherung.

Das hat jetzt eine nicht-repräsentative Umfrage der Mescheder Sozialdemokraten auf dem Wochenmarkt bestätigt.

Für die weitaus meisten Bürgerinnen und Bürger wird demnach das St. Walburga Krankenhaus auch ohne Notfallambulanz die erste Anlaufstelle sein. Von insgesamt 127 befragten Personen würden sich im Notfall immerhin 123 für das Mescheder Krankenhaus entscheiden. Lediglich vier Befragte konnten sich vorstellen direkt eine der vorgesehenen Notfallambulanzen in Warstein, Brilon, Hüsten oder Winterberg aufzusuchen.

„Die Entscheidung im Mescheder Krankenhaus keine Notfallambulanz einzurichten ist für uns nicht nachvollziehbar“, so Daniel Köhne, Vorsitzender der Mescheder SPD. „Dass es in der Kreisstadt eine Notfallambulanz geben muss, darüber gab und gibt es in der Mescheder Politik völlige Übereinstimmung“, betonten die Sozialdemokraten. Klar sei aber auch, dass die Kassenärztliche Vereinigung in der Frage autonom entscheide. Die Politik könne bei der Einteilung von hausärztlichen Notfallbezirken lediglich als Bittsteller auftreten. Köhne: „Jeder, der in diesem Zusammenhang etwas Gegenteiliges suggeriert, weckt bei den Bürgerinnen und Bürgern nur falsche Hoffnungen.“

In den geführten Gesprächen auf dem Mescheder Wochenmarkt, zeigte sich für die Mescheder Sozialdemokraten auch die große Verunsicherung der Bevölkerung beim Thema hausärztliche Notfallversorgung. „Hier gibt es noch viel Aufklärungsbedarf“, waren sich die Sozialdemokraten einig. Denn grundsätzlich sei die Idee der Neuordnung der Notfallbezirke zu begrüßen. Immerhin solle dadurch der hausärztlichen Unterversorgung entgegengewirkt werden, die insbesondere den ländlichen Regionen, wie dem Hochsauerlandkreis, drohe.

09. März 2010 – 14:39 Uhr Ortsverein Meschede
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