Meschede kann mehr

Stadtverbandsparteitag der SPD in Eversberg

Reinhard Schmidt

Reinhard Schmidt

Lesen Sie hier Auszüge aus der Rede von Reinhard Schmidt, Bürgermeisterkandidat der Mescheder SPD, zur geleisteten Arbeit und den Zielen der Fraktion.

Aktive Opposition

„Fleißig waren wir, fleißiger als die anderen!“ so lautete am Abend in Eversberg das Fazit von Reinhard Schmidt, der alte und neue Bürgermeisterkandidat der Mescheder SPD. So wurden seit der letzten Wahl von der Fraktion alleine 70 Pressemitteilungen herausgegeben und 58 Anträge oder Anfragen gestellt.

„Wir haben eine konstruktive, seriöse Politik gemacht und keine Politik nach Gutsherrenart!“ So kritisierte Schmidt auf dem Stadtverbandsparteitag erneut, dass einerseits ein städtisches Gebäude für nur einen Euro an einen Verein verkauft wurde, andererseits dem portugiesischen Verein ein weiteres Gebäude der Stadt für mehr als 100.000 Euro verkauft werden sollte. Als weiteres Beispiel nannte Schmidt die geplanten Geschenke der Stadt an Bauwillige in Form von kostenlosem Bauholz. „Wir haben von Anfang gesagt, dass das nicht machbar ist, mittlerweile wurde das Vorhaben auch von der Kommunalaufsicht untersagt“, erklärte Schmidt in Eversberg.

Nicht verhindern konnte die SPD den Verkauf des Kanalnetzes an den Ruhrverband. Zwar ist der Verkauf aufgrund des Landeswassergesetzes noch nicht endgültig sicher, aber Reinhard Schmidt ist sich sicher: „Falls es zu dem Verkauf kommt, wird uns das noch alle teuer zu stehen kommen! Wenn wir könnten, würden wir das Ruder noch herumreißen!“ Herumreißen würde die Mescheder SPD am liebsten auch die Entscheidung über die Stilllegung der Bahnstrecke Wennemen-Schmallenberg. Reinhard Schmidt: „Eine Tourismusbahn wäre besser gewesen, stattdessen werden für 900 Meter Radweg ganze 850.000 Euro verbaut!“

Erneut Bürgermeisterkandidat

„Ich stehe, wie vor 5 Jahren, für eine Persönlichkeit die Bürgermeister und nicht Verwaltungsmeister ist. Ein Bürgermeister, der sich um die Bürger kümmert, ein Bürgermeister zum Anfassen!“, deshalb kandidiere er erneut für das Amt des Bürgermeisters, so Schmidt. Er stehe für soziale Kompetenz, persönliche Glaubwürdigkeit und einen Bürgermeister der präsent und immer ansprechbar sei. Und nicht für Arroganz und Überheblichkeit, sondern eher für etwas mehr Bescheidenheit.

„Für viele Politiker heute ein Fremdwort, aber etwas mehr Bescheidenheit tut ganz“, das habe Schmidt in 25 Jahren als Bürgervertreter gelernt. „Ich stehe für die Einsicht in das Machbare und nicht für einen Weltmeister im Ankündigen.“, so Schmidt weiter. Lieber fragen, statt immer Antworten parat zu haben, lieber zuhören, statt immer selbst zu reden, so lautet die Devise für den Bürgermeisterkandidaten der SPD. „Gerade das Zuhören müssen noch viele Kommunalpolitiker lernen, mir fallen da einige Ratsmitglieder ein, die bei jeder sich bietenden Gelegenheit immer etwas zu sagen haben. Ob sie etwas zu sagen haben, ist ja noch die Frage.“, so Schmidt.

Bürgerkommune und Familienfreundlichkeit

Die Bürgerkommune war und ist das Ziel der Mescheder SPD. „Aktive Bürgerschaft ist gefragt. Fähigkeiten und Kenntnisse der Bürger, der betroffenen Menschen müssen mit eingebunden werden.“, so Reinhard Schmidt. Schmidt betonte weiter, dass gerade die Verwaltung begreifen müsse, dass es nur mit aktiven Bürgerschaft gehe. Reinhard Schmidt: „Uns sollte auch kein Zacken aus der Krone fallen, wenn wir uns einmal umhören, wer macht etwas besser als wir, und was können wir daraus lernen!“ Ziel sei, eine konsequent verfolgte Einbeziehung der Einwohnerschaft in das kommunale Geschehen. „Nur so kommen alle Beteiligte aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Bevölkerung, dem Ziel, eine eigene Identität für unsere Stadt Meschede zu schaffen, einen großen Schritt näher.“

Als weiteren Punkt nannte Reinhard Schmidt die Familienfreundlichkeit. „Sie muss ein Markenzeichen der Stadt Meschede werden! Familie ist die soziale Mitte in unserer Stadt und in Gesellschaft.“ Leider würden sich heute aber immer weniger Menschen ihren Kinderwunsch erfüllen, da Familie und Beruf nicht Einklang zu bringen seien. „Und genau dieser Punkt muss sich ändern!“, so Schmidt. Er plädiert dafür, die vielen Akteure für mehr Familienfreundlichkeit in der Stadt mit Hilfe der Stadt zu bündeln.

Mit der Forderung nach einem „Bündnis für Familie“ möchte der SPD-Fraktionsvorsitzende dieses Ziel erreichen. „Von Familienfreundlichkeit profitieren nicht nur die Familien selbst, sondern alle: die Stadt Meschede, die Unternehmen, das öffentliche und gesellschaftliche Leben.“ Viele Beispiele in anderen Städten und Gemeinden in Deutschland würden zeigen, dass gute Rahmenbedingungen wie bedarfsgerechte Kinderbetreuung und familienfreundliche Arbeitsplätze, günstige Wohnbedingungen, ein anregendes kulturelles Umfeld , dafür sorgen, dass eine Stadt nur an Attraktivität gewinnen kann, so Schmidt weiter. „Wir versprechen uns gerade durch die Mitsprache und aktive Beteiligung der Familien beim „Bündnis für Familie“ Ergebnisse, die dem Gemeinwesen zugute kommen, denn Familien praktizieren Zielgenauigkeit, Bedarfsgerechtigkeit und vor allem ein Kostenbewusstsein, weil Familien in der Regel pragmatisch und kostenbewusst denken.“, erklärte Reinhard Schmidt.

Der SPD-Bürgermeisterkandidat denke dabei auch an eine „Mescheder Garantie“: „Das heißt, allen Familien zu garantieren, dass für alle Kinder ab dem 3. Lebensjahr eine ganztägige Betreuung zur Verfügung steht.“ Denn wie schon der deutsche Schriftsteller Novalis gesagt habe: „Wo Kinder sind, da ist ein goldenes Zeitalter.“

Für die eigene Politik kämpfen

Die Devise der SPD müsse sein, durch den Dialog, durch Überzeugungsarbeit zum Konsens, der auch Kompromisse eingehen bedeutet, zum Erfolg zu gelangen. „Wir müssen für unsere Politik kämpfen, wir haben es schwer genug, aber verstecken müssen wir uns auch nicht! Wir sind ein Faktor in der Stadt Meschede, und für diese Stadt wollen wir uns einsetzen, denn es geht um Meschede bei den Kommunalwahlen!“, so Reinhard Schmidt.

21. April 2004 – 20:38 Uhr Ratsfraktion Stadtverband
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