Meschede kann mehr

Tiefe Trauer und Bestürzung nach Tod von Dagmar Schmidt

Die Mescheder Sozialdemokraten trauern um Dagmar Schmidt.

Die Mescheder Sozialdemokraten trauern um Dagmar Schmidt.

Mit tiefer Bestürzung mussten wir erfahren, dass Dagmar Schmidt plötzlich erkrankt und völlig unerwartet am 9. November verstorben ist.

Gerade noch haben wir im Ortsverein mit ihr zusammen gesessen und über Bundespolitik, die Partei und die Zukunft gesprochen, da müssen wir uns schmerzlich darüber klar werden, dass sie nicht mehr da ist.

Ab 1977 engagierte sich Dagmar Schmidt als Ratsmitglied in der Mescheder Kommunalpolitik, u.a. als stellvertretende Bürgermeisterin. Seit 1994 vertrat sie dann als Abgeordnete im Deutschen Bundestag die Interessen der Bürgerinnen und Bürger des Kreises. Den direkten Kontakt mit den Menschen hat sie dabei nie verloren. Wo immer es galt, Probleme zu lösen und konkrete Hilfestellung zu leisten, hatte sie ein offenes Ohr und setzte sich unermüdlich dafür ein. Dazu nutzte Dagmar Schmidt nicht nur die politischen Debatten in Berlin, sondern auch die großen und kleinen Einflussmöglichkeiten im direkten Gespräch.

Der Hochsauerlandkreis lag ihr als Heimat und Wahlkreis genauso am Herzen, wie seine Menschen mit ihren Anliegen. Sei es die Sorge um den Arbeitsplatz, fehlende Kinderbetreuungsplätze, die Diskriminierung von behinderten Menschen, die Benachteiligung von sozial schwächeren oder ausländischen Mitbürgern, die Angst vor Altersarmut oder die touristische und damit wirtschaftliche Entwicklung. Alles war wichtig für sie.

Darüber hinaus hat sie sich als Entwicklungspolitikerin in Zusammenarbeit mit zahlreichen Friedensgruppen und als Vorsitzende des Vereins „Givat Haviva Deutschland“ aktiv um die Unterstützung des Friedensprozesses zwischen Israel und Palästina gekümmert. Mit der Förderung des interkulturellen Austauschs wollte sie die Überwindung von Vorurteilen erreichen und das Verständnis für andere Menschen, Länder und Kulturen wecken.

Dagmar Schmidts plötzlicher Tod reißt eine breite Lücke in unsere Reihen. Wir werden sie als ehrliche Sozialdemokratin und warmherzigen Menschen in Erinnerung halten, deren verantwortungsvolles Engagement und Einsatz für andere noch lange fortwirken wird.

Unsere Gedanken sind bei ihr und ihrer Familie.

SPD-Stadtverband Meschede

10. November 2005 – 11:27 Uhr Stadtverband
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