Meschede kann mehr

Unterstützung für Tagesmütter zugesichert

Christel Humme, familienpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion mit Reinhard Schmidt, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Meschede

Christel Humme, familienpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion mit Reinhard Schmidt, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Meschede

Christel Humme, MdB aus Witten, sicherte bei einer Veranstaltung zur Besteuerung der Tagesmütter, ihre Unterstützung zu.

Die familienpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion erklärte in einer gut besuchten Veranstaltung der SPD Meschede im Kreishaus: „Die Arbeit der Tagesmütter ist ausdrücklich erwünscht. An unserem Ziel, 30 Prozent der Betreuung bei unter Dreijährigen von Tagesmüttern leisten zu lassen, halten wir fest. Die Arbeit der Tagesmütter ist nicht hoch genug einzuschätzen.“

In diesem Punkt waren sich alle Anwesenden, darunter sehr viele Tagesmütter einig.

Der Chef der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Meschede, Reinhard Schmidt, der die Veranstaltung moderierte, erläuterte in seinen einleitenden Worten das Problem: Tagesmütter müssen demnächst Steuern zahlen. Sie gelten in Zukunft als Selbständige. So das Bundesfinanzministerium und das Bundesfamilienministerium. Die Länder-Finanzminister sehen das ebenso.
Damit war die eigentliche Diskussion eröffnet.

Karin Liefländer, Dipl. Sozialpädagogin des Tagesmüttervereins Meschede und Ute Kirtz-Hackenberg als Tagesmutter zeigten in ihren Statements eindringlich auf, wie wichtig die Arbeit der Tagesmütter sei. Viele Tagesmütter betonten in ihren Diskussionsbeiträge, dass ihre gesellschaftspolitisch wichtige Arbeit nicht ausreichend gewürdigt werde, besonders in finanzieller Hinsicht.

Eine Tagesmutter: „Für 50 Cent in der Stunde will ich nicht länger arbeiten.“ Christel Humme betonte: „Es kann nicht sein, dass wir bei diesen Zahlen ruhig bleiben. Schließlich kämpfen wir um einen Mindestlohn!“ Sie versprach, sich für die Anliegen der Tagesmütter einzusetzen. Dies tat auch der SPD-Landtagsabgeordnete Gerd Stüttgen aus Arnsberg.

Wolfgang Böhm, Fachbereichsleiter des HSK, gab die Anregung, die Tagesmütter mit den Vollzeitpflegekräften gleichzusetzen. Auch dies notierte sich Christel Humme.

Viel Zeit bleibt nicht mehr, denn am 6. September treffen sich die Länder-Finanzminister. Dann kommt es zum Schwur. Eine Unterschriften-Aktion der Tagesmütter hat bereits viel Unterstützung gefunden. Die Tagesmütter werden weiterhin aktiv sein.

Reinhard Schmidt zum Schluss: „Je mehr Briefe alle Bundestagsabgeordneten und die Länder-Finanzminister bekommen, umso besser.“

16. August 2007 – 12:29 Uhr Ortsverein Meschede
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