Meschede kann mehr

Von Daake in „bester“ Gesellschaft mit „Ex-Republikanern“

Mit seinem Wechsel zu „pro NRW“ befindet sich Alexander von Daake nun in „bester“ Gesellschaft. Gemeinsam mit zwei „Ex-Republikanern“ aus Hagen und Hamm will der ehemalige MbZ-Fraktionschef den Aufbau der rechtspopulistischen Bürgerbewegung in Südwestfalen vorantreiben.

„Wirklich überraschend ist die Nachricht für uns nicht. Immerhin zeigt von Daake nun endgültig seine wahre Gesinnung“, so Daniel Köhne, Vorsitzender der Mescheder Sozialdemokraten.

Laut NRW-Verfassungsschutz setzt „pro NRW“ vornehmlich auf den Übertritt von Mandatsträgern anderer Parteien und Wählergemeinschaften. „Konsequenter und ehrlicher wäre es gewesen bereits zur Kommunalwahl 2009 mit offenen Karten zu spielen. Von Daake hat es aber vorgezogen lieber unter dem Deckmantel einer vermeintlich harmlosen Wählergemeinschaft in den Mescheder Stadtrat einzuziehen“, stellt Köhne fest. Dass man den Darstellungen des ehemaligen MbZ-Fraktionschefs nicht trauen könne, passe aber ins Gesamtbild, so Köhne: „Von Daake hatte auch angekündigt, den Stadtrat zu verlassen. Davon ist ja mittlerweile keine Rede mehr.“

„pro NRW“ selbst freut sich auf der eigenen Internetseite über die „personelle Verstärkung“ durch einen „weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannten Mescheder Stadtrat“. Eine Art von Bekanntheit, auf die Meschede nach Ansicht der Sozialdemokraten auch gerne verzichtet hätte.

Trotz Dementi durch von Daake kündigt die rechtspopulistische Bürgerbewegung weiterhin an, dass das fraktionslose Ratsmitglied gemeinsam mit „einigen Mitstreitern“ im Mescheder Stadtrat für „pro NRW“ Politik betreiben werde. „Wir werden das sehr genau beobachten. Falls hier die Rede von weiteren Mandatsträgern ist, sollten sich diese zu erkennen geben. Denn es dürfte wohl im Interesse aller Bürger liegen, zu wissen mit wem man es im Stadtrat zu tun hat“, so SPD-Fraktionschef Reinhard Schmidt.

28. Oktober 2010 – 16:42 Uhr Ortsverein Meschede Ratsfraktion
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